
Senken Sie Ihre Güllekosten, indem Sie gezielt auf den Trockensubstanzgehalt Ihres Flüssigfutters steuern
30/03/2026Schwein > Rentabiliteit
Die Güllesaison hat wieder begonnen — ein idealer Zeitpunkt, um über die Gülleproduktion und die damit verbundenen Kosten nachzudenken. Für Schweinehalter mit einem Breifütterungssystem gibt es eine klare Optimierungschance: Durch eine Erhöhung des Trockensubstanzgehalts im Futter reduzieren Sie direkt das Güllevolumen und die Kosten.Kleine Anpassung, große finanzielle Wirkung
Viele Schweinebetriebe füttern nasser, als die Tiere tatsächlich benötigen – oft aufgrund der Eigenschaften von Nebenprodukten, der Pumpfähigkeit oder der Verwendung von Spülwasser. Dennoch kann in vielen Fällen der Trockensubstanzgehalt erhöht werden.
Und das lohnt sich: 👉 1 % mehr Trockensubstanz = ca. 1 m³ weniger Gülle pro Mastplatz und Jahr
Rechenbeispiel:
750 kg Futterverbrauch pro Platz und Jahr → 660 kg Trockensubstanz
Bei 24 % TS: 2750 Liter Brei
Bei 25 % TS: 2640 Liter Brei
➡️ 110 Liter weniger Gülle pro Platz und Jahr
Worauf müssen Sie achten?
Druck im System: Achten Sie darauf, dass der Druckaufbau in sicheren Bereichen bleibt.
Ventiltyp: Kugelhähne ermöglichen eine dickere Fütterung leichter als traditionelle Ventile.
Einlauf in die Tröge: Der Trog muss innerhalb von 10 Sekunden gefüllt sein, besonders bei langen Trögen, um Unruhe und ungleiche Futteraufnahme zu vermeiden.
Viskosität von Nebenprodukten: Produkte wie Kartoffeldampfschalen, Soyfeed oder Haferprotein sind schwieriger zu pumpen; achten Sie auf die maximalen Einsatzraten. Spezifische Enzyme können die Viskosität verringern.
Platz für Spülwasser: Der Spültank sollte täglich vollständig entleert werden können, um optimale Hygiene zu gewährleisten.
Salzreiche Rationen: Bei hohen Salzgehalten TS-Erhöhung vorsichtig durchführen oder zusätzliches Trinkwasser bereitstellen.
Sommerperiode: Ein höherer TS-Wert erfordert bei Hitze zusätzliche Wasserzufuhr.
Ferkel auf Breifütterung: Achten Sie genau auf die gesamte Wasseraufnahme, besonders bei niedriger Futteraufnahme. Ein 10-kg-Ferkel muss ca. 1 Liter Wasser pro Tag trinken (10 % des Körpergewichts); bei 26 % TS muss es mindestens 400 g Brei aufnehmen.
Fazit
Durch gezielte Steuerung des Trockensubstanzgehalts im Breifutter lässt sich das Güllevolumen deutlich reduzieren. Sehr feuchte Nebenprodukte wirken zwar aufgrund ihrer niedrigen Kosten pro kg TS attraktiv, erschweren jedoch das Halten eines ausreichenden TS-Gehalts im Futter und führen zu mehr Gülle – und mehr Kosten. Eine gezielte Investition in ein ausgewogenes Futter kann die Güllekosten senken und das wirtschaftliche Ergebnis verbessern.
Berechnen Sie gemeinsam mit Ihrem Proxani-Berater, welchen Vorteil dies für Ihren Betrieb bringt.